Zitate - Lessing, Gotthold Ephraim
Damit er einst was kann von seinen Eltern erben, so lassen sie ihn jetzt vor Hunger weislich sterben.Denn nichts ist groß, was nicht wahr ist.
Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig.
Der Name Mutter ist süß; aber Frau Mutter ist wahrer Honig mit Zitronensaft.
Die Komödie will durch Lachen bessern, aber nicht eben durch Verlachen.
Die Menge auf etwas aufmerksam machen heißt: dem gesunden Menschenverstand auf die Spur zu helfen.
Die Poesie geht mehr auf das Allgemeine und die Geschichte auf das Besondere.
Es ist ein Beweis für die wahre, für die richtig verstandene wahre Religion, wenn sie uns überall auf das Schöne zurückbringt.
Lass dich den Teufel bei einem Haare fassen, und du bist sein auf ewig.
Man lobt den Künstler dann erst recht wenn man über sein Werk sein Lob vergisst.
Man muss nicht reicher scheinen wollen, als man ist.
Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler.
Noch einen Schritt vom Ziele oder noch gar nicht ausgelaufen sein, ist im Grunde eines.
So wie es selten Komplimente gibt ohne alle Lügen, so findet sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.
Was kann der Schöpfer lieber sehen als ein fröhliches Geschöpf!
Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren.
Wer wird nicht einen Klopstock loben?
Doch wird ihn jeder lesen? Nein!
Wir wollen weniger erhoben
und fleißiger gelesen sein.
