Brutus

Günderode, Karoline von

Der Freiheit ward einst Cäsar hingeschlachtet,
In seines Ruhmes, seines Lebens Fülle.
Und Brutus schreitet zu dem hohen Ziele,
Das zu erfassen er so sehnlich trachtet;
Doch bald wird es von Dunkel ihm umnachtet,
Es schwankt sein Glück in solchem kühnen Spiele,
Doch ringt er muthig noch nach seinem Ziele
Bis zu dem Tode, den er stolz verachtet.

Denn freudiger als einst in Cäsars Seite
Senkt Brutus Dolch in Brutus Busen sich
Und sterbend erst wird Freiheit seine Beute.
So opferte der Freiheit seinem Gotte
Ein wahrer Priester, Brutus selber, sich,
Doch wer ihm stirbt, der lebt in seinem Gotte.
Arnim, Bettina von
Arnim, Ludwig Achim von
Baudelaire, Charles
Bauernfeld, Eduard
Blake, William
Bodenstedt, Friedrich Martin
Chamisso, Adelbert von
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von
Fallersleben, August Heinrich Hoffmann von
Fontane, Theodor
Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von
Goethe, Johann Wolfgang
Günderode, Karoline von
Hebbel, Friedrich
Keller, Gottfried
Kleist, Heinrich von
Nietzsche, Friedrich Wilhelm
Novalis
Rilke, Rainer Maria
Storm, Theodor