Ein Epilog

Storm, Theodor

Ich hab es mir zum Trost ersonnen
In dieser Zeit der schweren Not,
In dieser Blütezeit der Schufte,
In dieser Zeit von Salz und Brot.

Ich zage nicht, es muß sich wenden,
Und heiter wird die Welt erstehn,
Es kann der echte Keim des Lebens
Nicht ohne Frucht verlorengehn.

Der Klang von Frühlingsungewittern,
Von dem wir schauernd sind erwacht,
Von dem noch alle Wipfel rauschen,
Er kommt noch einmal, über Nacht!

Und durch den ganzen Himmel rollen
Wird dieser letzte Donnerschlag;
Dann wird es wirklich Frühling werden
Und hoher, heller, goldner Tag.

Heil allen Menschen, die es hören!
Und Heil dem Dichter, der dann lebt
Und aus dem offnen Schacht des Lebens
Den Edelstein der Dichtung hebt!
Arnim, Bettina von
Arnim, Ludwig Achim von
Baudelaire, Charles
Bauernfeld, Eduard
Blake, William
Bodenstedt, Friedrich Martin
Chamisso, Adelbert von
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von
Fallersleben, August Heinrich Hoffmann von
Fontane, Theodor
Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von
Goethe, Johann Wolfgang
Günderode, Karoline von
Hebbel, Friedrich
Keller, Gottfried
Kleist, Heinrich von
Nietzsche, Friedrich Wilhelm
Novalis
Rilke, Rainer Maria
Storm, Theodor