Damoet und Lesbia

Kleist, Heinrich von

DAMOET:
Du liebtest mich! Kein Glück war meinem gleich,
Durch dich hatt ich ein irrdisch Himmelreich.

LESBIA:
Du liebtest mich, es floh Gram und Beschwerde,
Durch dich war ich der Glücklichste der Erde.

DAMOET:
Anizt weis ich bey Fillis nichts von Quaal,
Für sie ließ ich mein Leben tausendmahl.

LESBIA:
Anizt find ich mein Glück in Tirsis Treue,
Für den ich mich auch nicht zu sterben scheue.

DAMOET:
So schön, wie du, ist Fillis auch; allein
Verließ ich sie, würd ich dir Tirsis seyn?

LESBIA:
Er weiß, wie du, sich Liebe zu erwerben,
Mit dir wünscht ich zu leben und zu sterben.
Arnim, Bettina von
Arnim, Ludwig Achim von
Baudelaire, Charles
Bauernfeld, Eduard
Blake, William
Bodenstedt, Friedrich Martin
Chamisso, Adelbert von
Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von
Fallersleben, August Heinrich Hoffmann von
Fontane, Theodor
Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von
Goethe, Johann Wolfgang
Günderode, Karoline von
Hebbel, Friedrich
Keller, Gottfried
Kleist, Heinrich von
Nietzsche, Friedrich Wilhelm
Novalis
Rilke, Rainer Maria
Storm, Theodor