Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung
Anbau
Das Rankgerüst
Die Besonderheit beim Anbau von Hopfen im Gegensatz zu anderen Kulturen ist die Notwendigkeit im eine Rankhilfe zu bieten. Bis in das 20. Jahrhundert verwendete man dafür 6 bis 8 m lange
Hopfenstangen für eine einzelne oder in Verbindung mit Bindfaden für mehrere Pflanzen. Bereits seit dem 17. Jahrhundert zeigten sich erste Übergänge von der Stangen- zur
Gerüstkultur. Heute verwendet man meist Hopfengerüste mit Masten (z.B.: aus Beton) die in den Boden gerammt werden. Diese Masten werden dann an ihren oberen Enden jeweils mit den
benachbarten verbunden. Von Diesen Verbunddrähten werden danach die Aufleitdrähte zum Boden geleitet an denen die Pflanze dann hochrankt. Pflanzung des Hopfen Die Pflanzung des Hopfens
erfolgt in Reihen. Der Reihenabstand beträgt meist über 2,5 m damit die Hopfenanlage mit schwerem Gerät befahren werden kann. Der Pflanzabstand richte sich nach den Ansprüchen
der jeweiligen Sorte und liegt meistens bei ca. 1,5 m.
Jahreslauf der Hopfenproduktion
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Februar
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Die Hopfenstöcke werden maschinell zurückgeschnitten. Dies vermindert den Infektionsdruck durch überwinterte Schaderreger.
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März
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Mit Hilfe von Hebebühnen werden die Aufleitdrähte für die Hopfenpflanzen gespannt (rund 4000 St./Hektar). Diese werden am Hopfengerüst in 6-7 m Höhe befestigt.
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April
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Der bereits für die Aufleitung aufgehängte Draht wird nun mit dem Hopfenstock im Boden verankert.
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Mai
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In Handarbeit werden nun bei jedem Stock die drei kräftigsten Triebe im Uhrzeigersinn um den Aufleitdraht gewunden. Alle übrigen Triebe und neue Austriebe werden entfernt sowie
der Boden gelockert. Dies ist die zeitaufwendigste Arbeit im Hopfenanbau.
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Juni
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Der Hopfen muss, bevor er in diesem Monat die volle Gerüsthöhe erreicht, mehrfach, besonders nach Sturm, per Hand nachgeleitet werden. Außerdem werden die unteren Bereiche
der Ranke maschinell entlaubt um ein aufwandern von Schädlingen zu erschweren.
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Juli
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Pflegemaßnahmen gegen die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen sowie Düngemaßnahmen.
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August
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Vorbereitung auf die Hopfenernte die in der letzten Monatswoche beginnt.
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September
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Bis Mitte September wird der Hopfen geerntet. Die Hopfenreben werden über dem Boden abgeschnitten und samt der Aufleitdrähte heruntergerissen. Die Reben werden dann zum Anwesen
gefahren, wo die Hopfenzapfen maschinell gepflückt, gereinigt, getrocknet und gelagert werden.
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Winter
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Im Winter werden die Gerüstanlagen ausgebessert.
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*Am Beispiel der Hallertau
Die Weiterverarbeitung
Der frisch geerntete Hopfen wird in Hopfendarren durch warme, durchströmende Luft auf etwa 10 % Wassergehalt getrocknet. Anschließend wird der getrocknete Hopfen zur Verbesserung der
Lagerfähigkeit geschwefelt. Da der Hopfen während der Lagerung unweigerlich an Qualität verliert und wegen der besseren ausbeute wird der Hopfen heute hauptsächlich in
Konzentrat und Pulverform verwendet. Durch Vermahlen der Hopfenzapfen erhält man ein Pulver aus dem nun mit chemischen Lösungsmittel die Hopfenextrakte gewonnen werden können.